SCHMUCKKUNST 17 – KÖRPERSCHMUCK
Die Kunstwerke des Gastkünstlers TOM SEIDEL reichen von Zeichnungen und Fotografien bis hin zu räumlichen Installationen. Im Rahmen der 17. SCHMUCKKUNST-Ausstellung ist eine solche Rauminstallation in unserem Schaufenster entstanden.
Eine starre, waagerechte Linie in kühl strukturiertem Grau teilt den Raum des Schaufensters. Ihr gegenüber steht eine senkrechte Linie aus goldfarbenem Messing, geschaffen von BENEDIKT FÖRSTER-HEYNE. Sie ist als Körperschmuck konzipiert und teilt den Körper – jenen Raum, den Benedikt Förster-Heyne als Schmuckschaffender bespielt.
Das ursprünglich ebenso starre Messingprofil wurde durch regelmäßige Einschnitte formbar gemacht. So lässt sich das Material genau an die Körperkontur anpassen. Die rhythmischen Einschnitte greifen einerseits die Gliederung des Fototransferdrucks auf der waagerechten Linie von Tom Seidel auf. Andererseits erinnern sie an den Rhythmus der Wirbelsäule und schaffen so einen direkten Bezug zum menschlichen Körper.
Aus der Verbindung dieser geometrischen und körperbezogenen Elemente entsteht ein außergewöhnlicher, zugleich tragbarer Schmuck.